Drohnen 2015: Die Highlights

Rückblick: Was war 2015 los in der UAV-Welt?

Ich werde jetzt gewiss nicht den „Das Jahr der Drohne“-Spruch in den Mund nehmen – trotzdem war auch in diesem, sich rasch dem Ende entgegen neigendenen, Jahr 2015 einiges los in der Drohnen-Welt. Multicopter wurden auf den Markt gebracht, neue UAVs angekündigt, strategische Partnerschaften geschmiedet und, betrachtet man den US-Markt, wagte man sich 2015 sogar an eine landesweite Regelung des Drohnenflugs. Das waren für mich die Highlights:

Drohnen-Releases: Crowdfunding auf dem Vormarsch

Auch wenn das Projekt schon 2014 bei kickstarter lanciert und dank enorm vieler Teilhaber erfolgreich umgesetzt wurde, konnte man beim CES 2015 erstmals einen Blick auf die Airdog-Drohne erhaschen. Diese folgt einer tragbaren Tracking Device und ermöglicht so einen autonomen Flug (Stichwort „Selfie-Drohne“). Ebenfalls mit generösem Fremdkapital gestartet wurde das Projekt der Hexo+ Drohne auf der Crowdfundingplattform kickstarter durchgesetzt und die ersten Modelle 2015 ausgeliefert.

Eher verdecktes Crowdfunding betrieb man bei der Lily Camera Drone: Wer für 499€ einen Copter vorbestellen und so nur 50% des späteren Preises zahlen möchte, kann das mittlerweile gerne tun. Hintergrund der Zahle-jetzt-erhalte-später-Taktik: Serienfertigung ist teuer und wer schon ein gehyptes Produkt hat,…

Ganz am Rande hat man auch im Hause DJI das letzte Jahr nicht verschlafen und mit der Phantom 3 das neue Flaggschiff (neben der DJI Inspire 1) präsentiert. Wie bei der Konkurrenz aus Fernost, gelang es auch den Nordamerikanern von 3DR, mit der Solo Drone ein neues UAV am Markt zu platzieren.

Bedeutend günstiger hingegen verhält es sich bei der Star Wars Drohne: Nun, da Disney einen weiteren Teil der Krieg der Sterne Saga ins Kino brachte, ergab sich auch die Möglichkeit, auf dem Markt der Spielzeug-Copter aktiv zu werden. Ob die fliegenden und rollenden Drohnen allerdings genauso erfolgreich sein werden, wie der Film, bleibt abzuwarten.

Top Leak 2015

Inwieweit das „Leak“-Prädikat auch stimmen mag, die Nachrichten um eine vermeintlich erscheinende GoPro-Drohne schlugen ein wie eine Bombe. Im Spätherbst 2015 zog man beim Actioncam-Hersteller nach und warf einige wenige Infos und ein schickes Video in den Äther. Was man, außer ihres Namens mit Wohlfühlgarantie, noch zur GoPro-Drohne „Karma“ sagen kann, steht im gleichnamigen Post.

Post gibt es demnächst von Amazon per Luft. Ob dies ebenso glatt gelingen wird, wie diese literarische Überleitung, bleibt abzuwarten. Trotzdem hat uns Amazon auch 2015 nicht enttäuscht und sich, ungeachtet der weltweiten Uneinigkeit betreffend Drohnenflug-Regularien, dazu befähigt, ein erstes Bild ihrer Lieferdrohne zu publizieren. Während man bei der Deutschen Post wohl nur noch Volontäre an diesem Projekt arbeiten lässt und sich offiziell von Lieferdrohnen verabschiedet hat, bleibt man im Hause Amazon stur. Man darf also gespannt sein!

Strategische Partnerschaft

Da staunte man nicht schlecht: Das chinesische Technologieunternehmen DJI, vor allem bekannt durch seine Multicopter DJI Phanom und Inspire, hat sich bei Hasselblad eingekauft. Der schwedische Spezialist für Kamerasysteme genießt weltweiten Ruhm für hochwertige und -preisige Mittelformatkameras. Auch wenn es sich nur um eine Minderheitsbeteiligung handeln soll, signalisiert diese strategische Partnerschaft, dass DJI die Verhältnisse auf dem Markt der professionellen UAVs und UAS nicht als Faktum sieht.

FAA

Drei Buchstaben sorgten 2015 in der Drohnenwelt für Wirbel: Die von der Federal Aviation Administration (FAA) festgelegte Melde-/Registrierungspflicht für UAVs gilt zwar nur für die USA, doch zeigt dieses Beispiel, dass eine Regulierung der Drohnenwelt auf dem einen oder anderen Weg geschehen wird (und selbstredend auch muss).

Alexander Dobrindt, seines Zeichens Bundesverkehrsminister, verkündete, dass er eine Neuregelung der Nutzung ziviler Drohnen/ UAVs in Deutschland plane.

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  1. Max

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