Von: Sebastian, Datum: 22.05.2016

Drohne für KinderDa technisches Spielzeug für die Kleinen wie Großen heiß begehrte Ware ist und es tatsächlich riesigen Spaß macht, mit einem Quadrocopter durch die Gegend zu fliegen, fragen sich viele Eltern, welche Drohne für Kinder geeignet ist. Ich habe Ende letzten Jahres zahlreiche diesbezügliche Anfragen erhalten und mich daher entschieden, das Thema einer möglichen Eignung von Drohnen für Kinder aufzunehmen.

Bei den Kleinen klein einsteigen

Lange habe ich mich dagegen gewehrt, Multicopter als empfehlenswerte Geschenke für Kinder zu deklarieren, weil mir Verletzungsrisiken zu groß und die anzunehmende Reife zu klein erschien. Da steigendes Alter jedoch erwiesenermaßen nicht zwingend mit zunehmender geistiger Reife einhergeht und viele Modellflugenthusiasten schon als Kind mit dem Fliegen begonnen habe, kann man durchaus darüber diskutieren, ob es Drohnen gibt, die sich für Kinder im Jugendalter eignen.
Das Alter spielt eine wichtige Rolle: Zwar gibt es lediglich eine Empfehlung (14+) und keine gesetzliche Bestimmung, ab wann man eine Drohne fliegen darf, doch sollte man Kinder nicht mit einer großen Drohne überfordern.

Auch finanziell wiegt der potenzielle Verlust eines solchen Modells nicht schwer: Circa 25 Euro muss man berappen.

Gefahr reduzieren, technisches Interesse fördern

Worüber man als Start durchaus sprechen könnte, wäre beispielsweise der Revell Quadrocopter, der als "Start"-Drohne für Kinder geeignet ist. So kann man Spaß am Modellflug und der Technik entwickeln, ohne sich und die Umwelt in Gefahr zu bringen. Der kleine Quadrocopter wiegt kaum mehr als ein Müsliriegel, hat die Maße eines 2-Euro-Stücks und Propeller aus weichem Kunststoff. Die Verletzungsgefahr ist bei einer solchen Mini Drohne auf ein absolutes Minimum reduziert und dank der begrenzten Reichweite von maximal 20 Metern lässt sich auch nicht viel Unfug anfangen. Trotzdem kann man mit dem Quadrocopter durch Haus und Garten flitzen und lernen, wie sich ein Multicopter in verschiedenen Situationen verhält, was für die Kontroller größerer Drohnen mit Kamera Grundvoraussetzung ist.

Ähnlich dem Revell Quadrocopter ist auch der Blade Nano QX eine kindertaugliche Drohne und punktet durch super FLugperformance und einen guten Schutzrahmen. Ich habe sie in einem detaillierten Testbericht beschrieben und fliege sie selbst so oft es geht!

Bevor man dem Junior eine Drohne in der Größe eines Schuhkartons kauft, mit der man dank verbauter Kamera auch filmen kann, sollte man Grundkenntnisse über die Steuerung solcher Drohnen haben. Der Altersempfehlung folgend, könnte man ab 14 Jahren über Modelle wie die Syma X5C oder Syma X8C nachdenken. Eine solche Drohne mit Kamera kann länger und weiter fliegen und siedelt sich preislich zwischen 50 und 100 Euro an. Zu beachten ist hierbei jedoch der Anstieg der Fluggeschwindigkeit, des Gewichts und damit des Verletzungs- und Unfallrisikos.

Fazit

Sollte man Kindern eine Drohne schenken? Es gibt gute Gründe dafür und dagegen, weshalb jeder für sich nachdenken sollte, ob es tatsächlich ein Fluggerät sein soll. Wenn Sie sich dafür entscheiden, weise ich stark auf die Notwendigkeit einer Drohnen-Versicherung hin, da die private Haftpflichtversicherung Unfälle nicht abdeckt.