Was für eine Drohne sollte man für den Urlaub kaufen?

Im Urlaub können Drohnen ihr ganzes Potenzial entfalten: Ob Fotos und Videos von Stränden oder verschneiten Bergen - die Vogelperspektive ist eine tolle Erweiterung für jedes Urlaubsvideo oder Fotoalbum. Doch worauf kommt es bei einer Drohne für den Urlaub an? Wie leicht sollte sie sein? Welche Kameraqualität ist Pflicht? Und wie teuer darf sie sein?

Die beste Drohne für den Urlaub sollte folgende Eigenschaften besitzen:

Anforderungen:

Der Copter sollte klein genug sein, um in das Gepäck zu passen,

mit einer möglichst guten Kamera ausgestattet sein,

idealerweise faltbar sein

und natürlich nicht zu teuer sein, sodass das Urlaubsbudget nicht gesprengt wird (500€ sollte man jedoch mindestens investieren).

Ich selbst habe mir 2016 extra eine Drohne für den Urlaub gekauft und seitdem viele weitere getestet und vorgestellt. Vor diesem Hintergrund sollen hier nun die besten Kameradrohnen für den Urlaub vorgestellt werden, inklusive Tipps, worauf ihr beim Kauf und Betrieb achten solltet.

Starke Kamera für die besten Strandbilder und Selfies

Was brächte im Urlaub eine Drohne ohne gute Kamera? Richtig, gar nichts. Im Urlaub will man schließlich das Wetter genießen, die Landschaft erleben — und das ganze auch fotografisch festhalten. Folglich sollte eine gute Drohne für den Urlaub auch eine hochauflösende Kamera tragen. In den letzten Jahren hat sich Gott sei Dank einiges im Bereich der Consumer- und Prosumer-Drohnen getan. Autonomere, stabilere Flugsysteme tragen hochauflösendere, größere Sensoren, faltbare Drohnen ersetzen nach und nach sperrige Multicopter. Durch diesen Wandel kann man schon für ein relativ kleines Budget eine Kameradrohne kaufen, die Meer, Berge und Wälder in eindrucksvoller Qualität aus der Vogelpersektive festhalten.

Gute Drohne um Bilder im Urlaub zu machen

Mittagssonne und starke Brandung. Aufgenommen mit dem DJI Mavic Pro.

Gute Drohnen für Strandbilder auf Reisen

Raue Küsten im Gegenlicht des Sonnenuntergangs. Aufgenommen mit DJI Mavic Air.

Welche Auflösung braucht man mindestens?

Damit eure Videos und Fotos auch noch in einigen Jahren top aussehen, sollte eine gute Drohne für Urlaubsvideos eine ausreichend hohe Kameraauflösung haben. Aufgrund der preislichen Entwicklungen sind Drohnen mit HD oder Full HD Kameras zwar heute recht günstig, in wenigen Jahren allerdings technisch schon mehr als ein alter Hut. Aus diesem Grund empfehle ich eine Drohne mit 4K Kamera zu kaufen. Auch diese sind in den letzten Jahren drastisch im Preis gefallen und sind heute technischer Standard. 4K ist in diesem Fall die Bezeichnung für die Videoauflösung, in der Regel können Quadrocopter mit einer derartigen Kamera Fotos mit 12 bzw. 13 Megapixeln aufnehmen. Mit einer solchen Kamera seid ihr im Urlaub auf jeden Fall auf der sicheren Seite und könnt die Videos nach Belieben komprimieren und in der Auflösung anpassen.

Size does matter — Kleiner ist besser

Gute Drohnen für Strandbilder auf Reisen

Starke Bilder aber (zu) große Packmaße für viele Reisen: Der DJI Phantom 4.

Ob man mit dem Auto verreist, mit dem Flugzeug, Zug oder Fahrrad — der Platz ist immer knapp. Aus diesem Grund sollte eine Drohne, die man sich (mehr oder weniger) für den Urlaub kauft, möglichst wenig des kostbaren Stauraums in Anspruch nehmen. Wenn Ihr euch erstmals mit dem Thema einer möglichst kleinen Kameradrohne auseinandersetzen sei gesagt: Ihr habt Glück gehabt und lebt in komfortablen Zeiten! Wer früher eine Drohne in den Urlaub mitgenommen hat, benötigte dafür einen extra Koffer (der natürlich speziell für diesen einen Copter passend war) — und dieser war mitnichten klein.
Heutzutage sind faltbare Drohnen in allen Preisklassen zu haben, die bekanntesten Vertreter sind der DJI Mavic Pro und der DJI Mavic Air. Beides hervorragende Drohnen für den Urlaub, die ich selbst auch unter anderem zu diesem Zweck besitze.
Wenn ihr euch eine Drohne zum Reisen kauft, achtet darauf, dass ihr zusätzliches Equipment und Zubehör möglichst kompakt verstauen könnt. Was ihr so alles für den Drohnenflug allgemein und auf einer Reise braucht habe ich in diesem Ratgeber erläutert.

Flugmodi für die perfekten Selfies und Urlaubsvideos

Ihr wollt Instagram-fähige Videos und Fotos vom Urlaub, seid aber noch blutiger Anfägerpilot? Dann solltet ihr dringend darauf achten, dass die Drohne eurer Wahl ein möglichst gutes Set an Flugmodi und Features hat. Da die eindrucksvollsten Videos meistens auf Flugmanövern aufbauen, die manuell gesteuert nicht ganz einfach sind, empfehlen sich Drohnen mit fertigen, abrufbaren Quick Shots.
Copter unter 300 Euro können das in der Regel weder gut noch sicher, was als Spoiler für die besten Drohnen für den Urlaub gelten kann: Diese Features kosten leider Geld.
Dafür bekommt man dann aber wie beim DJI Mavic Air super coole autonom durchgeführte Shots wie Asteroid, Boomerang aber auch die Standards der Verfolgung und klassische Selfies, ausgelöst per Handzeichen.

Drohne für den Urlaub kaufen: Das ideale Budget

Wie schon eben angesprochen, müsst ihr bei guten Modellen etwas Geld ausgeben und werdet mit Coptern unter 300 Euro nicht glücklich werden. Diese Einsteigermodelle verfügen in der Regel nicht über Dinge wie zuverlässiges GPS/GLONASS oder Hinderniserkennung, weswegen jeder Flug bei Wind (Stichwort Schnee & Berge, Strand & Meer) zum einmaligen Risiko werden kann. Hat die Drohne keine absolut zuverlässige Positions- bzw. Höhenhaltung werdet ihr euch nicht an die besten Locations wagen, geschweige denn die obig angesprochenen Selfies autonom fliegen und filmen lassen können.
Auch Kameraauflösung, Flugzeit und Reichweite leiden unter Budgetrestriktionen, weswegen ich dazu rate entweder nur Fun-Aufnahmen mit einem möglichst günstigen Modell zu machen oder eben eine wirklich gute Reise-Drohne wie den DJI Mavic Air zu kaufen.

Die 3 besten Drohnen für unterwegs im Vergleich

Wenn ihr mit der Drohne reisen wollt, empfehle ich folgende Copter, die ich selbst besitze und eingehend testen konnte:

1) (Zu )Low-Budget: Ryze Tello

Low-Budget-Drohne für den Urlaub: DJI Ryze Tello

Low-Budget: Knapp 100 Euro, dafür aber untauglich bei Wind.

Ein winziger Mini-Copter, der für Spaßvideos und -Fotos taugt. Für knapp 100 Euro erhält man eine starre 5 MP Kamera, VPS (Visual Positioning System) und zwei recht coole Flugmodi, die sich auch für Selfies eignen.
Mein Tipp für alle, die es mit dem Drohnenflug nicht ernst meinen, aber im Urlaub mal gucken wollen, was sich für möglichst wenig Geld machen lässt. Ein Low-Low-Budget-Tipp, der vielleicht die Lust am Copter-Flug weckt.

Für echte Fotos und Videos, geschweigedenn Flüge bei Wind und Wetter jedoch untauglich.

Mehr zum Ryze Tello, inklusive Testbericht.

2.) Faltbare Highend-Drohne: DJI Mavic Pro

Beste Drohne für den Urlaub: DJI Mavic Pro

Die erste Reise ging nach Holland: DJI Mavic Pro

Von der günstigsten zur lange Zeit besten Drohne für Reisen, dem DJI Mavic Pro. Ende 2016 in die Regale gebracht, ist der faltbare Quadrocopter auch 2018 noch der Tipp für bestmögliche Performance bei kleinem Packmaß. 4K-Video, 12 Megapixel, allerlei Flugmodi und in der Fly More Combo alles, was man für lange Reisen braucht. Der DJI Mavic Pro ist die Wahl für alle, die bestmögliches Aufnahmen vom Urlaubsort machen wollen und sich nicht den Kopf über das Fliegen selbst zerbrechen wollen (Tipp: Drohne fliegen lernen). In der neueren, besseren (aber auch teureren) Version 2 findet ihr dann auch die meiner Meinung nach technisch beste Drohne für unterwegs.

Mehr Infos zum DJI Mavic Pro und einem ausführlichen Testbericht.

3.) Noch kleiner, noch mehr autonome Modi: DJI Mavic Air

DJI Mavic Pro oder DJI Mavic Air?

Darf es ein bisschen kleiner und leichter sein? Der Mavic Air als kompakter Reisebegleiter.

Der kleinere Bruder des großen Pro (1) wurde 2018 vorgestellt und bietet so ziemlich alles, wofür auch der Mavic Pro steht: Kleinstmögliche Packmaße mit bestmöglicher Performance. Neue Flugmodi wie Asteroid und Boomerang lassen selbst den Pro alt aussehen und das 360° Sphären-Panorama macht wirklich Spaß. Aufgrund der tollen neuen Features und dem nochmals kleineren und leichteren Design, mein Tipp für mobile Reisen mit leichtem Gepäck und wenig Platz.

Mehr zu DJI Mavic Air, inklusive Testbericht.

4.) Urlaubsfotografie deluxe: DJI Mavic 2 Pro/ Zoom

DJI Mavic 2 Pro: Vergleich & Bewertung

Kann den Urlaub einmalig machen – aber auch genauso viel kosten: DJI Mavic 2 Pro

Als vierte und teuerste Möglichkeit sei auch noch der DJI Mavic 2 vorgestellt. Der Copter ist in zwei Versionen erhältlich, die unterschiedliche Zielgruppen ansprechen sollen: Auf der einen Seite die Variante Pro, die mit einer Hasselblad L1D-20c Kamera (4K/20MP) ausgerüstet ist. Ob Profil (f2.8 Blende) oder Landschaft (f.11 Blende) – der DJI Mavic 2 Pro ist das Nonplusultra, wenn es um die Luftbilderstellung im Urlaub geht. Mit einer Flugzeit von bis zu 31 Minuten ist der faltbare Quadrocopter ein ausdauernder Reisebegleiter, der mit 907 Gramm Abfluggewicht weder zu schwer für den Rucksack ist, noch einen Kenntnisnachweis benötigt.

Mehr Informationen zu diesem Luxus-Copter findest Du in der detaillierten Vorstellung des DJI Mavic 2 Pro.


Noch ein abschließendes Wort zum Thema Genehmigung und Erlaubnis: Bitte informiert euch über die gesetzlichen Bestimmungen im Urlaubsland. Vielerorts gibt es starke Abweichungen zum deutschen Gesetz, die es einzuhalten gilt.

Bei Fragen bezüglich Copterwahl oder für den Urlaub nützlichem (oder völlig unnützem) Zubehör bin ich stets per Mail erreichbar und helfe gerne weiter. Hinsichtlich rechtlicher Grundlagen muss ich auf die Informationsseiten des jeweiligen Urlaubslandes verweisen.