JJRC H20 Test: Hexacopter im Abflug

Günstiger Hexacopter im Test: JJRC H20

Mit kleinen Budget einen Hexacopter kaufen geht nicht? Geht wohl — der JJRC H20 macht’s vor! Für die Testreihe der besten Drohnen für 20 Euro habe ich mir den JJRC H20 gekauft und gründlich unter die Lupe genommen. Wie sich der 6-motorige Copter im Test macht und ob sich die Low-Budget-Drohne lohnt, erfahren Sie hier.

Look & Feel der JJRC H20

Testbericht zur JJRC H20

LEDs signalisieren die Flugrichtung: Blau ist vorne, rot hinten.

Wie alle Drohnen von JJRC und Eachine wird der H20 RTF (Ready To Fly) geliefert. Neben dem Hexacopter erhält man die benötigte Fernsteuerung, einen Akku, ein Set an Ersatzpropellern und ein USB-Kabel zum Laden. Während man bei der Funke den niedrigen Preis wortwörtlich spürt, fühlt sich die Drohne selbst recht wertig an. Wie schon beim JJRC H36 ist bei der H20 der USB-Stecker, der zum Laden des Akkus verwendet wird, eine Qual für jede USB-Schnittstelle und kann auch bei mehrmaligen Versuchen nicht geschmeidig eingesteckt werden.

Flugtest endet sehr unerfreulich

Drohnen Test mit dem JJRC H20 Hexacopter

3...2...1... Los!

Beim Erstflug in der Wohnung startet der JJRC H20 sehr schön und lässt sich sauber ansteuern. Positiv fällt mir das schöne Gieren auf, das feiner gesteuert werden kann als bei vergleichbaren Drohnen dieses Preissegments. Für einen Preis von 20 Euro wirkt das alles also stimmig und macht Lust auf mehr.

JJRC H20 im Flug: Hexacopter für 20 Euro

Da tat er noch was er sollte...

Beim Test im Garten kommt es aber schnell zum ersten Problem: Keine 5 Meter entfernt, entwickelt der Hexacopter bei einer Drehung ein Eigenleben und steigt unkontrolliert gen Himmel. Auf einer Höhe von 15 Metern gewinne ich wieder halb die Herrschaft und kann ihn in einem hohen Busch am Ende des Grundstücks „notlanden“. Nach Tests von insgesamt über 50 Drohnen komme ich damit an meinen ersten Flyaway und bin skeptisch hinsichtlich der Eignung für Anfänger. Mit einem mulmigen Gefühl inspiziere ich den Copter, der glücklicherweise keine Schäden davongetragen hat — Pluspunkt in der Kategorie robuste Bauweise 😉

JJRC H20 im Flugtest im Garten

Wenig später entwickelte der Hexacopter ein nicht mehr zu kontrollierendes Eigenleben.

JJRC H20 im Flugtest im Garten

Flyaway im Test! Das letzte, was man von meinem JJRC H20 sah.

In einem neuen Flug versuche ich den Fehler zu reproduzieren und tatsächlich: Keine 5 Meter entfernt tritt derselbe Fehler auf — dummerweise gewinnt der Copter dieses Mal nicht nur an Höhe sondern prescht in Richtung der circa 120 Meter entfernten Straße davon. Auch wenn es fraglich ist, ob der Copter diese überhaupt erreichen kann, herrscht sogleich Alarmstufe Rot.
Da er auf keinen Befehl reagiert und auch bei Schubwegnahme weiterhin fortfliegt, bleibt mir keine andere Wahl, als die Funke auszuschalten. Daraufhin fällt der JJRC H20 ins Hohe Gras und gilt seitdem als verschollen.

Fazit zur JJRC H20


Mein Schlussfazit zu dieser Low-Budget-Drohne fällt aufgrund des Flyaways natürlich nicht gut aus. Während mir der Copter anfangs noch sehr gut gefiel, wich das sichere Gefühl mit dem ersten Flyaway und mündete in Schrecken beim zweiten. Wer sich eine Drohne kaufen möchte und nur 20 Euro Budget hat, sollte sich bessere — weil sicherere — Modelle kaufen. Eine Variante wäre beispielsweise der JJRC H36 oder der Revell Quadrocopter. Da auch diese Drohnen nur Billigstmodelle sind, sind Fehler keinesfalls auszuschließen. Auf der sicheren Seite sind Sie am ehesten mit guten Coptern wie dem Blade Nano QX, der Parrot Mambo oder einer ordentlichen Drohne mit Kamera.

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