Wer sich die erste Drohne kaufen möchte, sieht sich einem immer größer werdenden Angebot gegenüber: Zahlreiche Drohnen-Hersteller bieten Einsteiger-Quadrocopter mit Kamera an, die sich nicht nur im Preis sehr unterscheiden. Ob mit Kamera oder ohne, großer oder kleinen Ausstattung oder klassischer Drohnen-Fernsteuerung oder Smarthpone: Die richtige Einsteiger-Drohne zu finden, kann kompliziert sein.

Inhalt

Wer sich als Anfänger eine Drohne kaufen möchte, sollte in erster Linie auf eine gute Qualität und das Vorhandensein einer Drohnen-Kamera achten. Auch die Ausstattung der Quadrocopter sollte vor dem Kauf geprüft werden, weshalb die alleinige Orientierung nach Drohnen mit dem günstigsten Preis falsch ist. Manche Drohnen-Hersteller legen dem Quadrocopter eine umfangreiche Ausstattung bei, die einen etwas höheren Preis mehr als rechtfertigt. Diesen Aspekt habe ich im Vergleich der besten Einsteiger-Drohnen ebenfalls berücksichtigt.

Einsteiger-Drohnen: Das sollte der Quadrocopter haben

Low Budget
(max 50€)

  • 0,3-2 Megapixel

  • kein FPV

  • <5 Minuten Flugzeit

  • 30 Meter Reichweite

Mittelklasse
(50-250€)

  • 2-8 Megapixel

  • oft FPV

  • bis 10 Minuten Flugzeit

  • bis 100 Meter Reichweite

Highend
(ab 600€)

  • 20 Megapixel

  • FPV

  • bis 30 Minuten Flugzeit

  • bis 7km Reichweite

Die besten Einsteiger-Drohnen bis 50 Euro

Die besten Mini-Drohnen bis 50€

Das kann man von diesen Drohnen erwarten:

  • wendigen und flinken Flug

  • i.d.R. keine Kamera

  • 30 Meter weit fliegen

  • Steuerung per RC Funke

  • kein FPV

Ob als Geschenk für das eigene Vergnügen, günstige Drohnen sind für Einsteiger und Anfänger ideal. Auf der einen Seite ist das finanzielle Risiko gering: Wenn einem das Fliegen keinen Spaß macht, hat man nicht allzuviel Geld umsonst ausgegeben. Zudem tut es auch nicht allzu sehr weh, wenn man die Mini-Drohne bei einem ungeübten Absturz schrottet.

Abstürze sind bei Einsteiger-Drohnen dieser Preisklasse aber auch in anderer Hinsicht weniger problematisch als bei teureren Modellen: Im Preisbereich bis ca. 200€ wird meist sehr dünner und leichter Kunststoff verwendet. Das bedeutet zwar, dass die Drohnen nicht allzu hochwertig sind, auf der anderen Seite kann man mit Kleber alles wieder reparieren, sollte ein Crash passieren.

Auf der anderen Seite sind preiswerte Einsteiger-Drohnen meistens sehr simple Formen von Multicoptern ohne große Spielereien. Selfie-Modi sucht man bis 100 Euro vergebens und auch FPV (First Person View) ist, wenn doch einmal vorhanden, nicht ratsam. Vielmehr geht es bei Einsteiger-Drohnen bis 50 Euro um das Fliegen selbst. Wer es nach einer Weile beherrscht und Gefallen daran findet, kann im Anschluss mehr Geld ausgeben und eine Drohne nach eigenen Vorstellungen und Anforderungen kaufen.

Die besten Einsteiger-Drohnen bis 100 Euro

Die besten Minidrohnen mit Kamera

Was man mit diesen Drohnen machen kann:

  • oftmals verschwommene Luftaufnahmen

  • 50 Meter weit fliegen

  • ggf. Steuerung per Smartphone

  • ggf. Live-Bild auf das Smartphone

  • ggf. automatische Höhenhaltung

Wer eine Drohne für Anfänger sucht und 100 Euro ausgeben will, bekommt schon einiges mehr als Nanoquads. Die meisten guten Einsteiger-Drohnen bis 100 Euro bieten eine Kamera niedriger Auflösung, hier und da erste gelungene Ansätze von FPV (First Person View) und eine stabile Verbindung bei akzeptabler Reichweite.

Doch: In diesem Preisbereich handelt es sich immernoch um Drohnen für Einsteiger und keinesfalls Profis. Die Drohne soll gut fliegen können und wenn sie das tut, sollte man froh sein. Chinaschrott und Designkopien erfolgreicher Drohnen wie dem DJI Mavic Pro sind hier leider häufig anzutreffen und in der Regel aus dem Weg zu gehen.

Die besten Einsteiger-Drohnen bis 300 Euro

Was man mit diesen Drohnen machen kann:

  • Full HD Kamera

  • 300 Meter weit fliegen

  • FPV

  • autom. Starts & Landungen

  • Höhenhaltung & GPS

Im Preisbereich bis 300 Euro finden sich einige Copter, die schon als solide Kameradrohnen durchgehen können. Mit einer Full HD Kamera (1920 x 1080p) ausgestattet, bewegen sie sich sicher im GPS-Netz und sind damit leicht zu steuern. Automatische Starts und Landungen sind ebenso üblich, wie erste Selfie-Modi und die Möglichkeit, sich von der Drohne verfolgen und filmen zu lassen.

Diese Quadrocopter sind zwar lange noch nicht so gut, wie die „richtigen“ Kameradrohnen im Anschluss, haben aber für Einsteiger, Anfänger und Beginner alles Nötige an Bord. Einfacher Einstieg für moderates Geld.

Die besten Kameradrohnen für Einsteiger

Was man mit diesen Drohnen machen kann:

  • hochauflösende Luftaufnahmen

  • Tolle Selfies & Dronies

  • autonome Flugmodi

  • große Reichweite & Flugdauer

  • ideal für Urlaub, Reisen & Outdoor

Die Königsdisziplin der Einsteiger-Drohnen verortet die besten Drohnen mit Kamera auf dem Markt (zumindest wenn man das professionelle Segment der industriellen Multicopter ausblendet). Diese Copter sind vor allem für Piloten interessant, die zwar im Bereich des Drohnenflugs Neulinge und Anfänger sind, allerdings ein Interesse an Technik, Fotografie oder Modellbau haben.

Die besten Kameradrohnen für Einsteiger haben in der Regel an 3-Achsen-Gimbals befindliche Kameras mit einer Auflösung von 12 bis 20 Megapixeln respektive 4K. Reichweiten von über 5 Kilometern und Flugzeiten, die sich jenseits der 20 Minuten befinden erlauben größtmögliche Freiheiten im Luftraum – entlang der gesetzlichen Vorschriften!

Kurzum: Wer es mit dem Einstieg in den Modellflug und insbesondere mit der Erstellung von Luftaufnahmen durch Drohnen ernst meint, wird hier fündig.

Fazit & Empfehlungen

Bei der Auswahl einer guten Drohne für Einsteiger würde ich raten, vor dem Kauf kurz nachzudenken und sich folgende Fragen zu stellen:

  • Was will man mit der Drohne machen? Welchen Sinn soll sie haben (Fliegen lernen oder 4K-Videos vom Strand?)
  • Wieviel Geld will man ausgeben – und wieviel sollte man ausgeben?
    Passen beide Zahlen ungefähr zusammen oder ist die eigene Erwartung nicht zutreffend? Helfen könnte diese Darstellung.

Für blutige Anfänger und unerfahrene Einsteiger kann ich beispielsweise den in Kooperation mit DJI entwickelten Ryze/DJI Tello empfehlen. In meinem Testbericht zum Tello zeige ich, wie sich der kleine Quadrocopter an der frischen Luft macht. Mit einigen coolen Features bietet der Tello Copter auch einen netten Ausblick auf spätere Hobby- und semiprofessionelle Drohnen. Lust auf mehr Testberichte? Hier geht’s zu meinen Drohnen-Tests.

Wer gleich richtig loslegen will und keine Zeit mit „Kinderspielzeug“ verbringen will darf sich gerne beim DJI Mavic 2 Pro oder dem DJI Mavic Air umsehen. Fliegerisches Können fragen diese größtenteils automatisch funktionierenden Copter (leider) selten ab und bieten für Freunde der atemberaubenden Luftbilder alles, was das Herz begehrt.

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