Eins der Highlights unter 50 Euro ist die Holy Stone HS170 Predator. Die HS170 ist eins der kleinen Modelle von Holy Stone und eine Drohne ohne Kamera. Im Test habe ich mir den Copter genau angeschaut, einige Runden an der frischen Luft gedreht und viel Spaß gehabt.

Mein Testbericht zur Holy Stone HS170 Predator

Infos zur Holy Stone HS170 Predator

Typ: Mini-Drohne
Geeignet für: Kinder, Einsteiger, Hobby
Größe: klein
Hersteller: Holy Stone

Gewicht: 60 Gramm
Plakette benötigt: nein
Kamera: keine
Preisklasse: bis 50 Euro

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Holy Stone HS170 kaufen

Lieferumfang: Das ist im Paket der HS170 Predator

Holy Stone HS170 Test: Unboxing & Lieferumfang

Lieferumfang der Holy Stone HS170

  • Holy Stone HS170 Predator Quadrocopter
  • 2,4GHz RC-Fernsteuerung
  • 3,7V 350mAh Li-Ionen Akku
  • 4 Ersatzpropeller
  • 1 USB-Ladestecker
  • Schraubenzieher
  • Handbuch

Um die HS170 Predator aus der Verpackung herauszunehmen und in den Händen zu halten, muss man sich durch ganz schön viel Plastik wühlen. Diese Art inneren Verpackungsgestaltung gehört wohl bei günstigen Mini-Drohnen zum guten Ton — mir vermiest es aber jedes Mal die Stimmung.

Abgesehen von diesem Manko bekommt man bei der Holy Stone HS170 alles RTF, also ready to fly. Lediglich Batterien muss man in die Fernsteuerung einlegen — und zwar gleich mal sechs AA-Batterien. So etwas kenne ich nur von großen RC-Funken wie der Spektrum DX6i, aber gut — man muss mit zunehmendem Alter geistig flexiblen bleiben!

Features und indoor Pre-Test

Akku / Batterie Holy Stone HS170 Predator Drohne

Akku-Schacht ein wenig eng, gibt aber guten Halt für die Batterie.

Bevor ich für den richtigen Flugtest in die bittere Januarkälte hinausgehe, schaue ich mir die Drohne und ihre Funktionen lieber erst einmal im Warmen genau an. Das Binden von Copter und Funke funktioniert schnell und reibungslos (was bei anderen Minidrohnen auch nicht immer der Fall ist) und nach wenigen Augenblicken leuchten die durchgängig LEDs auf.

Die Holy Stone HS170 hat drei wählbare Geschwindigkeiten, die für Anfänger und Fortgeschrittene die richtige Direktheit der Steuerbefehle haben soll. Beginner fangen mit der linken Schalterstellung bei 30% an, was ein gutmütiges, gedämpftes, aber auch sichereres Fliegen bedeutet. Für den ersten Testflug nehme auch ich immer den Anfängermodus, später drehe ich gerne auf.

Apropos sicher: Die HS170 hat einen Schutzrahmen vor den Propellern, den man schon von der Blade Nano QX kennt. Dieser flexible Schutz gefällt mir persönlich besser als Rundum-Rahmen, die teilweise schlecht für das Strömungsprofil sind, eine zusätzliche Last bedeuten und beim Aufprall nicht einfach zurückfedern (wie bei der HS170).

Holy Stone HS170 Testbericht: Gute Drohne für Anfänger

Lauert in der tiefe des Raumes auf Beute

Wer will kann bei der Holy Stone HS170 einen Headless Mode wählen (wovon ich immer abrate) oder automatische Loopings per Knopfdruck machen lassen.

Ich bin lieber jemand der willenlos durch die Gegend heizt und genau das tue ich jetzt im Indoor-Test: Nach dem Starten der Motoren jage ich den Miniquad durch Türen und Zimmer, unter Tischen hindurch und merke: Die Holy Stone HS170 Predator ist eine feine Indoor-Drohne!

Zackig, klein, saubere Steuerung, nachgebender Schutzrahmen, gute Flugzeit: Love it!

Nach ca. 7 Minuten muss der Akku per USB Charger an den Strom und ich bereite mich für den Outdoor-Test vor.

Angeflogen

  • Reichweite: 50+ Meter

  • Flugdauer: 7 Minuten

  • Ladezeit: ca. 30 Minuten

  • Features: Looping, Headless Mode, LEDs

  • Kamera: –

Outdoor Test: So gut fliegt die HS170

Nachdem am Akku ein grünes LED-Licht die Komplettladung anzeigt, packe ich meine sieben Sachen und marschiere zur Wiese um die Ecke, auf der die Copter im Drohnen-Test immer erste Frischluft schnuppern dürfen.

Erneutes Binden, Motoren starten und ab geht die Post. Die Holy Stone HS170 Predator surrt lustig davon und auch nach locker 30 Metern sehe ich den Copter noch klar und eindeutig. Das liegt weniger an meinen Adleraugen als vielmehr an den starken LEDs, die mir vorne und hinten anzeigen. In einer Entfernung von 40-50 Metern wende ich den Quadrocopter und heize wie ein Berserker zurück, fliege enge Kurven um mich und lasse den Copter flippen.
Die HS170 macht richtig Spaß!

Holy Stone HS170 Testbericht: Reichweite und Flugdauer

Die offiziell angegebene Reichweite von 30-50 Meter kann ich definitiv bestätigen. Vielleicht liegt das am gigantischen Batteriepaket, das in der Funke bullert (tut es natürlich nicht ;-))

Nach 6 Minuten ist der Flug zuende. Die LEDs blinken und zeigen einen niedrigen Batteriestand an, dann hat man noch gute 45 Sekunden, um sich einen sicheren Landeplatz zu suchen. Bei manchem Flug bekomme ich das Blinken aber aufgrund der DIstanz nicht mit und die HS170 fällt ins Gras. Naja, das ist ja das Schöne an den Mini-Drohnen: Abstürze gehören dazu und machen dem Flugmodell in der Regel gar nichts.

Mit frischen Akkus geht es wenig später zu einem erneuten Test: Nun will ich kurze, flinke Flugmanöver ausprobieren. Auch hier performt die Holy Stone HS170 sehr gut: Die Ansteuerung ist selbst im Anfängermodus angenehm, im Modus für Fortgeschrittene ist der Copter geradezu rassig. Ein so schnelles und wendiges Fliegen kenne und schätze ich eigentlich nur von der Blade Nano QX.

Gute Anfängerdrohne im Test: Holy Stone HS170 Quadrocopter

Gute 7 Minuten Flugzeit: Reichlich Zeit für wilde Flüge!

Vergleich mit anderen Mini-Drohnen

Im Vergleich zu anderen kleinen Drohnen für Anfänger muss die HS170 eine Top-Platzierung einnehmen. Sie ist zwar weder so wendig wie die Blade Nano QX, noch hat sie aufsteckbare Gadgets wie die Parrot Mambo oder eine so tolle Kamera wie die Ryze/DJI Tello — dafür kostet die Holy Stone HS170 auch nur die Hälfe!

Die Flugzeit ist mit rund 6-8 Minuten sehr gut, die Reichweite für Mini-Drohnen gut und mit im Test erwiesenen 50 Metern realistisch angegeben. Loopings und Headless Mode bekommt man bei den meisten kleinen Spaß-Coptern und sind meiner Meinung eher unnützes Beiwerk.

Was die HS170 ausmacht ist ein sauberes Flugprofil mit gutmütiger Ruhe im Anfängermodus und rassiger Geschwindigkeit im Sportmodus. Dank der geringen Größe ist der Quadcopter auch als Indoor-Drohne geeignet.

Fazit & Bewertung

Bei allzu billigen Drohnen erwarte ich in der Regel nicht allzuviel. Bei der Holy Stone HS170 Predator wurde ich aber absolut positiv überrascht!
Der Copter hat alles, was man sich als spaßorientierter Anfänger wünscht: flinke Kurven, schnelle Geraden, Robustheit und Leichtigkeit in der Steuerung.

Einziger Wermutstropfen bleibt die fehlende Kamera, die es sinnvoll erst ab 80 Euro bei der Tello-Drohne (hier zum Tello Test) gibt.

Mit einem Preis von knapp 40 Euro ist die HS170 für mich einer, wenn nicht der beste Copter unter 50 Euro.

Holy Stone HS170

8.8

Für Einsteiger

9.0/10

Flugperformance

8.5/10

Qualität

8.5/10

Preis-Leistung

9.0/10

Spaß

9.0/10

Pro

  • super wendig
  • gute Flugzeit
  • große Reichweite
  • leicht zu fliegen
  • günstiger Preis