Ein schöner Quadrocopter für Einsteiger ist die Holy Stone HS700. Neben einer guten Flugperformance und einfachen aber netten Features kann die Holy Stone HS700 mit einem interessanten Kamerakonzept punkten.

Wie sich die HS700 im Vergleich schlägt und für wen sich der Copter besonders lohnt.

Infos zur Holy Stone HS700

Typ: Drohne mit Kamera, Drohne für GoPro
Geeignet für: Einsteiger, Hobby, Urlaub
Größe: mittel-groß
Hersteller: Holy Stone

Gewicht: 370 Gramm plus Kamera
Plakette benötigt: ja
Kamera: 2 MP
Preisklasse: bis 500 Euro

Lieferumfang: Das ist im Paket der Holy Stone HS700

Holy Stone HS700 Lieferumfang: Schicke Drohne mit Actioncam
  • Holy Stone HS700 Quadrocopter
  • Abnehmbare Actioncam
  • Fernsteuerung mit Smartphone-Halterung
  • Akku
  • Ladetechnik
  • 4 Ersatzpropeller
  • 8 GB SD-Karte

In der Box der HS700 befindet sich alles zum sofortigen Abheben. Man muss lediglich den Akku laden, einlegen, die Props auf die Motoren setzen und schon geht’s los. Etwas Besonderes ist definitiv die 1920x1080p Kamera. Diese kann nämlich aus dem Gimbal herausgenommen und kann als Actioncam im Alltag verwendet werden.

Standardmäßig kommt die Holy Stone HS700 mit nur einem Akku. Für längere Flüge sollte man mindestens einen zweiten anschaffen. Ein Zusatzakku kostet 59 Euro, im Zweierpaket mit Netzteil und Balancer (beides sehr sinnvoll) 120 Euro.

Angeflogen

  • Reichweite: 1000 Meter

  • Flugdauer: 20 Minuten

  • Ladedauer: 7 Stunden

  • FPV:  Ja

  • Video: 1920x1080p (Full HD)

  • Autonome Flugmodi: Follow Me, RTH

Nette Flugzeit – üble Ladedauer

Die Holy Stone HS700 kann mit dem knochigen Akku gute 20 Minuten in der Luft bleiben. Damit geht der Quadrocopter schon bedeutend weiter als andere Spielzeug-Drohnen und orientiert sich schon stärker an echten Kameradrohnen. Wie die meisten hochwertigen Drohnen mit Kamera wiegt auch die HS700 mehr als 250 Gramm — muss also mit einer feuerfesten Plakette beklebt werden. Die 600 Gramm Abfluggewicht verteilen sich auf Maße von 22 x 22 x 15,5 cm, wordurch die Drohne kompakt in der Luft steht und auch im Wind stabil bleibt.

Brushless Motoren der Holy Stone HS700 FPV

Brushless Motoren: Weniger Verschleiß heißt längeren Spaß mit dem Copter

Negativ fällt leider die enorme Ladezeit auf: Saftige 7 (in Worten: Sieben) Stunden muss die HS700 aufgeladen werden. Aus diesem Grund empfehle ich dringend, mindestens einen Ersatzakku zu kaufen.

Die Kamera der HS700: Gut genug für ordentliche Videos?

Holy Stone HS700: Drohne für GoPro Actioncams

Kann auch andere Actioncams (z. B. GoPro) tragen

Mit einem Einsatzgebiet von rund 1000 Metern ist die Holy Stone HS700 für die ersten weiteren Erkundungsflüge gewappnet. Bei dem angegebenen Kilometer handelt es sich allerdings nur um die Reichweite des Funksignals unter idealen Bedingungen. Das Live-Bild des FPV wird über maximal 400 Meter auf das Smartphone gesendet. Dabei nutzt die Holy Stone HS700 Drohne ein 5,8 GHz WIFI Netz.

Diese Vorgehensweise unterscheidet die HS700 natürlich auch von 4K-Drohnen wie der DJI Mavic 2 Pro: Diese übertragen das Funksignal über viele Kilometer und nutzen zur Live-Bild-Übertragung einen Downlink wie OcuSync 2.0.

Die Kamera selbst zeichnet Fotos mit 1920x1080p auf, Videos mit 1080p bei 30 fps (Bildern pro Sekunde). Im Wettbewerb der günstigen Einsteigerdrohnen mit Kamera kann sich die Holy Stone HS700 damit recht gut positionieren.
Die aktuellste Drohne für GoPro-Kameras
Die Ära der GoPro-kompatiblen Drohnen ist spätestens seit den massentauglichen faltbaren Drohnen vorbei. Das ist eigentlich schade, denn viele Personen besitzen eine GoPro Hero Actioncam, die sich im Grunde vorzüglich als Drohnenkamera eignet: Sie ist leicht, zeichnet teilweise in 4K auf und hat eine Weitwinkellinse. Warum diese also nicht für Luftaufnahmen nutzen? Die HS700 ist dafür dank der kompatiblen Kamerahalterung die aktuellste Drohne neben der Yuneec Q500.

Wer nun eine Actionkamera von GoPro, Rollei, Apeman oder anderen Marken besitzt, kann diese in der Regel im Gimbal der HS700 befestigen. 4K Drohne mit 60 fps für 300 Euro? Mit der Holy Stone Drohne kein Problem!

Nette Features für Anfänger & App

Holy Stone HS700 FPV App

Live-Bild auf’s Handy: Ab 300 Metern wird schwindet das Bild

Neben dem GoPro-kompatiblen Gimbal hat Holy Stone HS700 zwei weitere nette Features im Angebot:
Der erste Pluspunkt ist eher technisch und bezieht sich auf die bürstenlosen (brushless) Motoren. Diese sind weit weniger für Verschleiß anfällig und leben länger. Gute Drohnen haben brushless Motoren.

Der zweite Pluspunkt ist ein recht einfaches Flugsystem mit ersten Flugmodi: Automatische Höhenhaltung, Follow Me-Funktion und GPS-Positionierung im Flug, Return To Home (RTH) rundet die Sache ab.

Für den Betrieb des Quadcopters ist die App „Ophelia GPS“ notwendig, die aber bequem per QR-Code an der Verpackung abgescannt werden kann. Die App zeigt icht nur das Live-Bild sondern auch einige Informationen wie Flughöhe, Entfernung und Anzahl der Satelliten.
Tipp: Für einen sicheren Flug empfehle ich mindestens 7, eher 10+ Satelliten.

Fazit & Bewertung

Die Holy Stone HS700 ist ein netter Quadrocopter für Einsteiger. Im Gegensatz zu Mini-Drohnen bietet er schon erste Features hochwertigerer Multicopter und kann nicht zuletzt wegen des niedrigen Preises empfohlen werden.

Für rund 300 Euro bekommt man alles, was man für den Einstieg in den Drohnenflug benötigt und kann sich auf ein solides System verlassen. Doppelt lohnenswert ist die HS700 für Besitzer von Actioncams, durch die sich kostenlos ein massives Kameraupgrade realisieren lässt.

Holy Stone HS700 FPV

7.9

Für Einsteiger

8.0/10

Flugperformance

8.0/10

Kamera

7.8/10

Preis-Leistung

8.0/10

Spaß

7.5/10

Pro

  • abnehmbare Actioncam
  • GoPro-fähig
  • lange Flugzeit
  • große Reichweite

Contra

  • lange Ladezeit